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Medienberichte

Leipziger Internet Zeitung (01.02.2010): Demokratie! Nein Danke? – Diskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung über Demokratieverdruss in Deutschland:

Das Vertrauen in die Demokratie ist nicht bloß gefährdet, es ist in Teilen der Bevölkerung bereits zerstört. Ursächlich dafür ist ein eklatantes Missverhältnis zwischen den Erwartungen an die Demokratie und der Einschätzung der aktuellen Verhältnisse.

BR-Online / Bayern 2 / Zündfunk Generator (31.01.2010):
Von der Demokratie zur Postdemokratie MP3-Link

Freiheit und Demokratie, an beide haben wir uns alle mittlerweile so sehr gewöhnt, dass wir sie als selbstverständlich ansehen, beginnen einander zunehmend ins Gehege zu kommen. Immer mehr Bürger nehmen sich die Freiheit, den demokratischen Staat und seine Organe zu ignorieren: diesem Staat möglichst wenig von sich zu sagen, auch nicht mit dem Medium des Wahlzettels, und sich von diesem Staat möglichst wenig sagen zu lassen, auch nicht mit dem Mittel der Rechtsstaatlichkeit. Zugleich fühlt sich der demokratische Staat bemüßigt, immer stärker in die Bürger- und Menschenrechte einzugreifen, voller Misstrauen Daten zu sammeln, potentiellen Aufruhr im Keim zu ersticken, Überwachung und Strafe zu forcieren oder Maßnahmen gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen, da diese Maßnahmen angeblich „alternativlos“ oder „systemrelevant“ sind. Etwas ist faul im demokratischen Staat, etwas das auch in den sorgfältig inszenierten Auftritten im Dauerwahlkampf und in den Endlosschleifen des Infotainments nicht verschwinden will.

TAZ.net (14.02.2009):
Colin Crouch über Postdemokratie – „Ein schizophrener Moment“

Der Neoliberalismus scheiterte total. Damit ist jetzt alles möglich: Die Stärkung der Demokratie oder ihre weitere Schwächung, sagt der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch.

heise.de / Telepolis (03.11.2008):
Weniger Demokratie wagen – Von der Demokratie zur Postdemokratie

Mit der Demokratie steht es nicht zum Besten: Ihre Umfragewerte sinken, an die Wahlurnen treibt sie immer weniger Menschen und die Parteien verlieren kontinuierlich Mitglieder. In Europa ist sie auch noch kaum angekommen, und mit dem Export in ferne Länder hapert es beträchtlich. Das kurze Wort zum langen Abschied heißt „Postdemokratie“.

FAZ.net (22.09.2008):
Wie der Markt die Politik vergiftet – Die Finanzkrise als Demokratieverlust: Colin Crouchs Lagebericht

[Der kapitalistische Staat] ist die Intuition, von der sich der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch in seinem Essay über die „Postdemokratie“ leiten lässt. Er hat lange am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz gelehrt und arbeitet jetzt an der Universität von Warwick. Seinen Erfahrungshintergrund bilden die italienischen Verhältnisse unter der ersten Regierung Berlusconi und die britischen Entwicklungen unter Blair und „New Labour“. Crouch stellt den deutschen Leser vor die reizvolle Aufgabe zu prüfen, ob wir es hierzulande ebenfalls mit einer „postdemokratischen“ Überlagerung politischer durch wirtschaftliche Kategorien zu tun haben. Die Deformationen der Demokratie, die er beschreibt, vollziehen sich nicht als Bruch und plötzlicher Systemwechsel (wie nach 1989 in Mittel- und Osteuropa), sondern als schleichender, undramatischer Verrottungsprozess, als ein allmählicher „Substanzverlust der Demokratie“ bei durchaus intakt bleibenden institutionellen Strukturen.

Zeit.de (17.01.2007):
Demokratie – Stunde der Rattenfänger

Globalisierung, Sozialabbau, Zuwanderung: Europas Volksparteien fürchten den Volkszorn – und nutzen damit den Demagogen. Das Zutrauen in die Demokratie schwindet.


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